Geschichte der FVM

geschichte der fvmDie Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen (FVM) besteht als Gesellschaft des Bürgerlichen Rechts seit 1993. Dem Entschluss von Frau Dr. Gabriele Haug–Schnabel, eine selbstständige Forschungsgruppe zu gründen, waren bereits mehrere Jahre erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit sowie Planung, Koordination und Organisation in verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekten an der Universität Freiburg an der Biologischen und Medizinischen Fakultät vorangegangen.

Gerade diese Vorerfahrungen, welche die Basis an verhaltensbiologischem, entwicklungspsychologischem wie sozialpädiatrischem Wissen als auch die nötige Sachkompetenz in organisatorischen Aufgaben und in Publikations–Know–how schufen, legten den Schritt in die Selbstständigkeit nahe.

Das Erreichen neuer Ziele bedarf neuer Wege. Die FVM will neben der Lehrtätigkeit an der Universität empirische Forschung sowie deren Überprüfung und Anwendung in der Praxis betreiben, eine Arbeitskombination, die im universitären Rahmen bislang nur in einigen wenigen Spezialdisziplinen mit direkter Anbindung an die Industrie möglich war.

Praxisrelevante Problemstellungen der Verhaltensbiologie und Entwicklungsforschung des Menschen, vor allem des Kindes und Jugendlichen sind unsere Schwerpunkte, z. B.:

  • die Rahmenbedingungen für eine möglichst störungsfreie Entwicklung im Kindes– und Jugendalter,
  • Betreuungskonstanten in einer sich verändernden Familien– und Berufswelt,
  • der Signalcharakter provozierender oder regressiver Verhaltensweisen,
  • demzufolge aus der sorgfältigen Beobachtung des Kindes abgeleitete Interventions– und Therapieansätze,
  • Anregung und Hilfestellung bei erzieherischen Belangen in der Familie, in Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen.
  • Entwicklungsanreize im Rahmen eines modernen Bildungsverständnisses

Die während der Zeit an der Universität erarbeiteten Kontakte mit internationalen Wissenschaftlern und Forschungsgruppen verschiedener Disziplinen (Medizin, Psychologie, Psychiatrie, Pädagogik) erleichterten den Start und konnten intensiviert werden. Hinzu kamen enge Arbeitskontakte mit unterschiedlichen Berufsgruppen (Kinderärzte, Kinder– und Jugendpsychiater, klinische Verhaltenstherapeuten, Lehrer, Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen, Hebammen), um die angewandten Fragestellungen, direkt auf den therapeutischen und erzieherischen Alltag bezogen, angehen zu können.

Die Praxisrelevanz unserer Forschungsthemen auf der einen Seite wie das Wiedereinflieβenlassen unserer Beobachtungs– und Analyseergebnisse in Ausbildung, Fort– und Weiterbildung im schulischen, erzieherischen und therapeutischen Bereich auf der anderen Seite, verhalfen uns zu stabilen Standbeinen in wissenschaftlichen Gremien, staatlichen und freien Institutionen, im Verlagswesen, der Wirtschaft sowie bei Rundfunk und Fernsehen. Wir schreiben Bücher und Beiträge für wissenschaftliche Journale und Handbücher, veröffentlichen in populärwissenschaftlichen Zeitschriften, referieren auf internationalen Kongressen, bilden mit Kindern und Jugendlichen arbeitende Spezialisten fort, machen berufsspezifische Schulungen, stellen ein Reflexionsteam für Projektplanungen, begleiten Projektzeiten, beraten Institutionen, Firmen und Einzelpersonen, gestalten Rundfunk– und Fernsehsendungen und stellen Multiplikatoren unterschiedlichster Art Literaturrecherchen sowie ausgewählte, auf den Arbeitsbereich abgestimmte Sachinformationen zur Verfügung ("Infobroking").

Die FVM trifft mit ihrem Angebot die Bedürfnisse unserer Zeit: Wissenschaftliche Informationen für den fächerübergreifend interessierten Forscher, Fachmann oder Laien sind gefragt, um den Brückenschlag zwischen "Spezialwissenschaft" einerseits und der "Praxis" andererseits gelingen zu lassen. Angesichts rasant zunehmender Menschheitsprobleme sind aktuelle, fachlich fundierte wie sachlich diskutierte, verständlich dargestellte Informationen über die Entwicklung und das Verhalten des Menschen existenziell notwendig. Doch unsere Arbeit geht weit über das reine "zur Verfügung stellen" von Information und Wissen hinaus, so dass in ausgewählten Bereichen wie z. B. Umgang mit Aggressionen, familiäre und auβerfamiliäre Betreuung während der Kindheitsjahre, Sexualerziehung und Suchtprävention zum Einsatz bereite Modelle für den schulischen, erzieherischen, pflegerischen und therapeutischen Alltag ausgearbeitet und eingesetzt werden.